Mayas und ihr Schokoladenschaum


Wie bereits erwähnt tranken die alten Maya die Schoki noch, anstatt sie in Tafeln zu verputzen. Das Ganze geschah etwa 200 nach Christus und zahlreiche Kakaobäume säumten die fruchtbare Gegend. Beweise dafür finden sich in schriftlicher Form, denn die alten Texte erwähnen bereits expliziet die Cacao Bohne. Selbst auf Tongefäßen finden sich dafür Hinweise. Hier sieht man Bilder, welche eine dunkle Flüssigkeit von einem Gefäß in ein anderes gießen. So entstand wohl auch der Schaum, der für die Maya der interessanteste Teil des Ganzen war und ihnen demnach wohl auch am besten gemundet hat. Aber sie waren genauso erfindungsreich wie heutige Choko Fans und gaben verschieden Gewürze hinzu und genossen sie warm, heiß als auch kalt. Allerdings war es kein Massenprodukt und ein einfaches Fabrikerzeugnis wie heute sondern war den Reichen vorbehalten. In ärmeren Familien gab es das also höchstens zur Hochzeit oder ähnlich opulenten Feiern. Dabei allerdings niemals während eines Ganges, sondern als opulenter Abschluss, die Krönung folglich. Anders war es nicht zu bezahlen! Das war schließlich Edelkakao.

Der Kakaobaum

So mancher Stamm zeichnete sich durch besondere Erfindungsgabe aus, denn in einigen Regionen war es für die Anplanzung von Kakaoböäumen einfach zu trocken. Hier war also Genialität gefragt um eine rege Bewässerung zu garantieren. Die dort angesiedelten Maya gruben tiefe Fruchen in den Boden und füllten sie mit Mist welche danach wiederum bewässert wurden. So konnte der Kakao gedeihen und der Kakaohandel fand seine Wurzeln, schließlich war es noch immer ein teures und leckeres Gut. Bald schon lösten die Azteken die Maya ab aber ungleich zu denen trieben die Azteken bereits regen Handel mit verschiedenen Völkern Mittelamerikas trieben. Auch hier war Schokolade wertvoll und somit eventuell noch Soldaten vergönnt.


Spanische Schoki?

Das Reich der Azteken wurde von den Spaniern zerstört und neben dem Gold übernahmen diese auch die Vorliebe zum kakaohaltigen Essen. Diese tranken das Milchgetränk dann aber auch kalt, mischten europäische Gewürze hinzu, wie etwa Zimt, und änderten etwas weitaus Wichtigeres: Den Namen! Fortan sollte es chocolate heißen und dies setze sich auch durch. Die Moral von der Geschichte: Europa wird natürlich süchtig nach dem Süßkram. Und das nicht zu knapp. Sogar Goethe liebe Schokolade-Trinken und wer kann ihm dies gerade zur kalten Jahreszeit verübeln? Die Kirche hingegen war wenig angetan davon und das Genußmittel geriet in lange Diskussionen ob es nun eine Süßspeise sei oder ein Getränk und als solches sogar beim Fasten erlaubt wäre.


Die erste Schokoladenfabrik

1728 wurde dann in England die erste Schokoladen Fabrik eröffnet. Diese erstellte die Speise dann noch per Hand und auch noch nicht mit geschmolzener Kakaobutter sondern mit heißem Wasser. Diesen genialen Einfall hatten erst die van Houtens, die zugleich für die ersten Tafelschokoladen der Welt verantwortlich waren. Eine Legende war geboren. Stetig verfeinert gelang der Geniestreich dann den Chocolatier in der Schweiz , welche die Erfinder der allseits beliebten Milchschokolade sind. Man könnte somit sagen, sie seien die besten Schokoladenfabrikanten, muss man aber nicht ;-p.